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27.12.2016

Bürgermeister Stephan Paule ist stolz auf die Jahrhundert-Tradition und Pflege des Brauchtums des „Christkindwiegens“

Alsfeld. Das Christkindwiegen am Heiligen Abend ist in Alsfeld seit Jahrzehnten ein Brauch. Auch in diesem Jahr stiegen Musiker des Gesangsverein „Liederkranz Harmonie“ mit Verstärkung durch Musikanten des Posaunenchors Alsfeld mit ihren Instrumenten die Stufen der engen Wendeltreppen im Turm der altehrwürdigen Walpurgiskirche hinauf.

Einer Überlieferung zufolge legt sich das "Christkind" nach der Bescherung der Kinder im obersten Kirchturmstübchen zum Ausruhen nieder. Damit es gut einschläft, spielen die Musikanten und die Konfirmanden singen. Auch in diesem Jahr wurden die drei schönen Lieder „Vom Himmel hoch da komm ich her“, „Lobt Gott ihr Christen alle gleich“ und der Choral „Ehre sei Gott in der Höhe“ präsentiert, die inzwischen ein Teil einer Alsfelder Tradition geworden sind. Menschen in Stadt und Land wurden so auf die christliche Botschaft der Heiligen Nacht eingestimmt.

Bürgermeister Paule dankte allen Musikern, die sich in den Dienst der Pflege eines jahrhundertealten Brauchtums stellten. Für ihre Unterstützung, die sie dem „Christkindwiegen“ jedes Jahr zuteilwerden lassen, fand er anerkennende Worte: „Wir feiern ein Brauchtum, auf das wir alle, Jung und Alt, sehr stolz sind“, so der Rathauschef. Paule wünschte den Musikern und allen Besuchern ein schönes und gesegnetes Weihnachtsfest.

 

Das Christkindwiegen wurde in Alsfeld erstmals 1674 urkundlich erwähnt, als der ,,Conrector" und ,,Director musices" Henrich Leußler mit Sängern und Musikanten auf den Turm der Walpurgiskirche gestiegen war, ,,Auf Weihnachten in der Nacht dem Christkindlein zu ehren".

Doch schon viel früher war es üblich, dass Bürger zum Beispiel im Gottesdienst singen durften. Ab 1467 sollte die Messe von dem Schulmeister mit den Schülern, Schulkindern und Bürgern gesungen werden. 1586 wurde zum ersten Male das ,,Collegium musicum" in Alsfeld erwähnt. Es erhielt für seine Mitwirkung beim Gottesdienst und Christkindwiegen den sogenannten Singwein, zuerst von der Stadt, später von der evangelischen Kirchengemeinde. So war das bis 1852 üblich. Nachdem sich 1859 ein Singverein, später ,,Liederkranz" genannt, gegründet hatte, erhielt dieser die Singweingelder, die ihm noch heute zustehen.

1849 gingen die Sänger des Gesangvereins ,,Liederkranz" erstmals auf den Turm, um den alten Brauch des Christkindwiegens fortzusetzen. So haben es seither immer wieder Sänger, inzwischen ist es der „Gesangverein Liederkranz Harmonie“ mit Verstärkung durch Musikanten des Posaunenchores Alsfeld bis heute gehalten und im Laufe der Zeit die besonderen Regeln über den Ablauf geschaffen

 

 

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