Eine schnelle Sanierung der Landesstraße 3160 in der Ortsdurchfahrt Eifa (Uferstraße) wünschen sich der Eifaer Ortsbeirat und die Stadt Alsfeld. Aus diesem Grund besichtigte die Landtagsabgeordnete Jennifer Gießler (CDU) auf Einladung des Ortsbeirats kürzlich die Straße und unterstrich ihre Unterstützung für das Anliegen des Ortes.

Die in den 1960er Jahren ausgebaute Uferstraße ist sichtbar in die Jahre gekommen: brüchige Fahrbahn, Schlaglöcher, kein Bürgersteig vorhanden. Auch die seinerzeit zur Einfassung der Eifa errichteten Stützmauern sind baufällig. Grund genug, dass bereits seit über 30 Jahren seitens der Straßenbauverwaltung Hessen über eine Besserung der Situation nachgedacht wird. Schon in den 1990er Jahren wurde Grunderwerb für einen Ausbau/ eine Sanierung des Straßenkörpers und für Gehwege getätigt. In der Sanierungsoffensive des damaligen Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen 2016-2022 war die Uferstraße enthalten. Bei der Fortschreibung des Programms 2020-2025 war als Datum für einen Abschluss der ca. 400 m langen Bauabschnitts das Jahr 2025 genannt worden.

„Insbesondere für Fußgänger ist die Situation unerträglich,“ betonte Eifas Ortsvorsteher Rainer Feldpusch beim Vor-Ort-Termin. Die Uferstraße sei der einzige Weg zum Friedhof. Fußgänger müssten sich auf der Straße zwischen PKWs und Schwerverkehr bewegen. Das sei für Ältere, z. B. auch mit Rollator, und wenn Kinder dabei seien, zu gefährlich, ergänzte Feldpuschs Stellvertreter Mirco Mehrmann.

Bürgermeister Stephan Paule und Helene Rhiel, Bauingenieurin im städtischen Bauamt, lobten, dass Hessen Mobil in Zusammenarbeit mit der Stadt Alsfeld ein tragfähiges Konzept entwickelt habe: Bau eines regelkonformen Gehwegs, für den die Stadt Alsfeld den Grunderwerb bereits mit den Anliegern geklärt hat, Sanierung der Fahrbahn, der Ufermauern und der Brücke zur Drehgasse. Außerdem wollen die Stadtwerke Alsfeld Wasser- und Kanalleitungen sanieren.

Umso größer war der Schock, so Ortbeiratsmitglied und Stadtverordneter Oliver Hehlgans, als man Anfang 2026 erfuhr, dass die eigentlich bis 2025 geplante Maßnahme nach Aussage von Hessen Mobil nun „nicht mehr vor 2031“ umgesetzt werden solle. „Als Ortsbeirat wollen wir alles daransetzen, dass dieser Missstand früher beseitigt wird,“ pflichteten die Ortsbeiratsmitglieder Pia Schäfer und Marco Becker dem Ortsvorsteher zu. „Auch als Stadt würden wir uns freuen, wenn die Arbeiten hier so früh wie möglich beginnen könnten,“ sagte Bürgermeister Stephan Paule mit Verweis auf die vielen positiven Projekte mit Hessen Mobil der letzten Jahre.

Landtagsabgeordnete Jennifer Gießler hörte interessiert zu und unterstrich, dass sie die Argumente der Stadt und des Ortsbeirats vollumfänglich teile und in ihrer Eigenschaft als Mitglied des Landtags ein Schreiben an das zuständige Ministerium und an Hessen Mobil richten wolle. Abschließend appellierten alle gemeinsam dafür, die ggf. noch bestehenden planerischen und finanziellen Hürden aus dem Weg zu räumen und die Uferstraße Eifa so schnell wie möglich zu sanieren.

Das Bild zeigt (v.l.n.r.): Ortsbeiratsmitglied und Stadtverordneter Oliver Hehlgans, Ortsbeiratsmitglied Pia Schäfer, Dipl.-Ing. Helene Rhiel, Stellv. Ortsvorsteher Mirco Mehrmann, Landtagsabgeordnete Jennifer Gießler, Ortsbeiratsmitglied Marco Becker, Ortsvorsteher Rainer Feldpusch, Bürgermeister Stephan Paule.