
Blaulicht, spannende Einsatzlagen und jede Menge Teamarbeit: Für die rund 15 Nachwuchsbrandschützer der Jugendfeuerwehr Alsfeld-Mitte hieß es am Wochenende, für 24 Stunden in den Alltag einer Berufsfeuerwehr einzutauchen. Von Samstagmorgen bis Sonntagvormittag bezogen die Jugendlichen ihre „Wache“ im Feuerwehrhaus und mussten sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen.
Der Dienst begann am Samstagmorgen mit dem gemeinsamen Antreten im Feuerwehrhof. Anschließend übernahmen die Jugendlichen ihre Einsatzfahrzeuge und Gerätschaften und machten sich mit dem Material vertraut, das sie während der kommenden 24 Stunden benötigen würden.
Lange ließ der erste Alarm nicht auf sich warten: Bei einer Tierrettung musste eine Katze aus einem Baum gerettet werden. Im weiteren Tagesverlauf warteten zahlreiche realitätsnah vorbereitete Einsatzszenarien auf die Jugendlichen. Dazu gehörten unter anderem eine ausgelöste Brandmeldeanlage sowie eine unklare Rauchentwicklung, die sich vor Ort als Brand einer Gartenhütte mit einer vermissten Person herausstellte. Neben der Brandbekämpfung galt es hier, die Person aus dem verrauchten Bereich zu retten.
Auch die Technische Hilfeleistung kam nicht zu kurz. Auf dem Gelände der Firma Bornmann Metallgestaltung fanden die Nachwuchsbrandschützer eine unter Baumaterialien eingeklemmte Person vor, die gemeinsam und möglichst schonend befreit werden musste. Bei den sommerlichen Temperaturen verlangte die Übung den Jugendlichen einiges ab. Ein besonderer Dank gilt der Firma Bornmann für die Bereitstellung des Übungsobjektes sowie für die anschließende Versorgung mit kühlen Getränken und Eis.
Zwischen den Alarmierungen standen verschiedene Ausbildungsdienste auf dem Programm, bei denen die Jugendlichen ihr Wissen vertiefen und sich auf weitere Einsatzlagen vorbereiten konnten.
Eine besondere Herausforderung stellte ein Gefahrguteinsatz dar: Eine unbekannte Flüssigkeit war ausgetreten, sodass die Einsatzstelle zunächst abgesperrt und eine Menschenrettung durchgeführt werden musste. Anschließend beschäftigten sich die Jugendlichen damit, wie der austretende Stoff aufgefangen und eine weitere Ausbreitung verhindert werden kann.
Unterstützung erhielten sie dabei durch eine Einheit des DRK-Ortsvereins Alsfeld, die die geretteten und dekontaminierten Patienten übernahm. So konnten die Jugendlichen gleichzeitig die Zusammenarbeit verschiedener Hilfsorganisationen bei einer größeren Einsatzlage kennenlernen und praktisch üben.
Am Nachmittag stand außerdem ein Besuch bei der Gründungsparty des Jugendrotkreuzes in Alsfeld auf dem Programm.
Beim Stockbrot am Lagerfeuer konnten Jugendliche und Betreuer am Abend zusammensitzen und die bisherigen Erlebnisse Revue passieren lassen.
Am Sonntagmorgen wartete schließlich noch ein Vegetationsbrand auf die Jugendlichen. Bei einem kleinen simulierten Flächenbrand konnten sie das Vorgehen bei Vegetationsbränden sowie unter anderem den Einsatz von Feuerpatschen praktisch trainieren.
Nach dem gemeinsamen Frühstück standen zum Abschluss noch Aufräum- und Reinigungsarbeiten sowie die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft auf dem Programm, bevor der Berufsfeuerwehrtag nach 9 Einsätzen gegen 10 Uhr endete.
Hinter den Jugendlichen lagen damit 24 Stunden voller abwechslungsreicher Einsatzlagen, Ausbildung, Spaß und Teamarbeit. Dabei konnten sie nicht nur ihr feuerwehrtechnisches Wissen unter Beweis stellen, sondern auch erleben, wie wichtig Zusammenarbeit im Feuerwehralltag sind.
Die Jugendfeuerwehr Alsfeld-Mitte bedankt sich bei allen Unterstützern die mit viel Engagement zum Gelingen des Berufsfeuerwehrtages beigetragen haben.
Wer Lust bekommen hat, selbst einmal bei der Jugendfeuerwehr mitzumachen ist freitags zwischen 18.15 und 20.00 Uhr im Feuerwehrhaus Alsfeld herzlich willkommen.


alle Fotos: Sarah Kuhla