Ein ganz besonderer Geburtstag gibt Anlass, auf ein außergewöhnliches Leben im Dienste der Gemeinschaft zurückzublicken: Ehrenstadtrat Karl Prang feiert seinen 90. Geburtstag. Bürgermeister Stephan Paule gratuliert dem Jubilar im Namen der Stadt Alsfeld sowie ganz persönlich sehr herzlich und würdigt dessen jahrzehntelanges kommunalpolitisches, gesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement.

„Karl Prang hat sich über viele Jahrzehnte in außergewöhnlicher Weise für seine Heimatstadt und seine Mitmenschen eingesetzt. Sein Wirken ist geprägt von Verantwortungsbewusstsein, Verlässlichkeit und einer tiefen Verbundenheit mit Alsfeld. Menschen wie er haben unsere Stadtgesellschaft entscheidend mitgeprägt“, betont Bürgermeister Stephan Paule.

Das ehrenamtliche Engagement von Karl Prang ist dabei ebenso langjährig wie vielseitig. Bereits vor der Gründung der Unabhängigen Wählergemeinschaft Alsfeld (UWA) im Jahr 1976 war er in der Wählerinitiative Kreisstadt Alsfeld (WIKA) kommunalpolitisch aktiv und unterstützte die Bestrebungen für den Erhalt Alsfelds als Kreisstadt.

1976 gehörte Prang zu den Gründungsmitgliedern der UWA und übernahm dort über viele Jahre Verantwortung. Zunächst war er acht Jahre als Beisitzer und anschließend zwei Jahre als Schriftführer tätig. Von 1984 bis 1985 gehörte er erstmals als Stadtverordneter dem Alsfelder Stadtparlament an. Von 1989 bis 1993 folgte eine weitere Amtszeit als Stadtverordneter. In dieser Zeit wirkte er außerdem in der Betriebskommission der Stadtwerke Alsfeld und im Aufsichtsrat der Hallenbad GmbH mit.

Von 1993 bis 2011 gehörte Karl Prang ununterbrochen als Stadtrat dem Magistrat der Stadt Alsfeld an. Eine besondere Verantwortung übernahm er von 2001 bis 2006 als Erster Stadtrat. Darüber hinaus engagierte er sich von 1990 bis 1994 als Hilfsschöffe am Amtsgericht Alsfeld.

Die Stadt Alsfeld würdigte seine großen Verdienste im Laufe der Jahre mit zahlreichen Ehrungen. 1987 erhielt Karl Prang die Bronzene Anstecknadel der Stadt Alsfeld, im Jahr 2000 folgte die Silberne Anstecknadel. 2001 wurde ihm der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen. Im Mai 2011 erhielt er den Wappenteller verbunden mit der Goldenen Anstecknadel der Stadt Alsfeld. Wenige Wochen später, am 9. Juni 2011, wurde ihm schließlich der Ehrentitel „Ehrenstadtrat“ verliehen.

Doch das kommunalpolitische Wirken ist nur ein Teil seines beeindruckenden Engagements. Auch das Alsfelder Vereinsleben hat Karl Prang über Jahrzehnte hinweg aktiv mitgestaltet.

Beim SV 06 Alsfeld engagierte er sich von 1975 bis 1987 in der Jugendbetreuung. Seine Verdienste würdigte der Verein unter anderem mit der Silbernen und der Goldenen Ehrennadel. 2002 erhielt er zudem eine Ehrenurkunde für seine 50-jährige Mitgliedschaft.

Eine weitere große Leidenschaft galt der Alsfelder Pokalkegelrunde. Von 1975 bis 1977 war Prang deren Zweiter Vorsitzender und anschließend bis 2001 Erster Vorsitzender. Über viele Jahre hinweg trug er maßgeblich zur Organisation der Pokalkegelrunde und der damit verbundenen Stadtmeisterschaften bei.

Eng verbunden war und ist Karl Prang zudem mit der Siedlergemeinschaft Alsfeld. Dort übernahm er zahlreiche Aufgaben und Funktionen, unter anderem als Jugendvertreter, Wanderwart und Beisitzer. Als Mitbegründer der „Siedlerharmonikas“ brachte er sich auch musikalisch in die Gemeinschaft ein. Darüber hinaus führte er zahlreiche gemeinsame Reisen der Siedler, viele davon in das Voralpen- und Alpenland.

Auch auf Kreis- und Landesebene engagierte sich Prang über viele Jahre für die Siedlergemeinschaft. Für seine Verdienste erhielt er zahlreiche Ehrungen. Besonders hervorzuheben ist die 2003 verliehene Goldene Verdienstnadel mit Stein als höchste Auszeichnung des Deutschen Siedlerbundes.

Sein Einsatz für Arbeitnehmerinteressen reicht ebenfalls weit zurück. Seit 1954 war Karl Prang gewerkschaftlich aktiv, zunächst in der Gewerkschaft Holz und später in der Deutschen Post Gewerkschaft. Drei Jahrzehnte, von 1965 bis 1995, gehörte er zudem dem Personalrat des Fernmeldeamtes Fulda an. Für seine jahrzehntelange Gewerkschaftstreue wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Auch die Freiwillige Feuerwehr würdigte seine Verdienste und verlieh ihm im Jahr 2009 die Floriansmedaille in Silber.

„Wenn man all diese Stationen betrachtet, wird deutlich, dass Karl Prang Ehrenamt nicht als eine einzelne Aufgabe verstanden hat, sondern als Haltung“, würdigt Bürgermeister Paule den Jubilar. „Über Jahrzehnte hinweg hat er Verantwortung übernommen – in der Kommunalpolitik, im Vereinsleben, für junge Menschen, für Arbeitnehmer und für das gesellschaftliche Miteinander. Dafür gebühren ihm unser großer Respekt und unser aufrichtiger Dank.“

Anlässlich seines 90. Geburtstages dankt Bürgermeister Stephan Paule Karl Prang insbesondere für seine außergewöhnliche Treue zu seiner Heimatstadt und seinen jahrzehntelangen Einsatz für die Menschen in Alsfeld.

„Karl Prang ist für mich ein Botschafter der Mitmenschlichkeit. Er hat nicht nur über Gemeinschaft gesprochen, sondern sie gelebt und aktiv gestaltet. Im Namen der Stadt Alsfeld und auch ganz persönlich gratuliere ich ihm sehr herzlich zu seinem 90. Geburtstag. Ich wünsche ihm vor allem Gesundheit, persönliches Wohlergehen und viele schöne Stunden im Kreise seiner Familie und der Menschen, die ihm nahestehen.“

Die Stadt Alsfeld verbindet ihre Glückwünsche mit einem herzlichen Dank an ihren Ehrenstadtrat für ein außergewöhnliches und beispielgebendes Wirken zum Wohle der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger.