Im Rahmen einer regulären Sitzung hat sich der Magistrat der Stadt Alsfeld vom Baufortschritt im Minnigerodehaus in der Rittergasse informiert. Das Gebäude, das früher einen Teil des 1977 eröffneten Regionalmuseums enthielt, soll künftig einen Teil des neuen Stadtmuseums und im Erdgeschoss multifunktionale Räume für Ausstellungen, Versammlungen, Sitzungen etc. enthalten.

Bautechniker Michael Hölscher vom städtischen Bauamt erläuterte den Magistratsmitgliedern den Baufortschritt. Der Anbau im Museumshof ist im Rohbau fertiggestellt, die Geschossdecken in dem Bauabschnitt 1 im Minnigerodehauses wurden bereits erneuert, die Neueindeckung des Daches steht an. In zwei weiteren Bauabschnitten werden diese Arbeiten auch in den beiden anderen Gebäudeflügeln bis Sommer 2026 abgeschlossen sein. Der Abschluss der Gesamtbaumaßnahme, einschließlich Innenausbau, wird im Frühjahr 2028 erwartet.

Im Zuge der Arbeiten sind stark geschädigte historische Bauelemente zurückgebaut und durch eine neue, mit dem Denkmalschutz abgestimmte Konstruktion ersetzt worden. Holzbalken waren, u. a. aufgrund früherer Falschbehandlung verfault und mussten ausgetauscht werden. Der Dachstuhl befindet sich dem hingegen in einem vergleichsweise guten Zustand, so dass nur einzelne Balken ausgetauscht werden müssen. Die Neueindeckung erfolgt mit Biberschwänzen nach historischen Vorbild.

Die Gesamtsanierung des historischen Minnigerodehauses, das 1687 errichtet wurde, inklusive einer barrierefreien Herrichtung des Hauses und des Museumshofes, hat 2024 begonnen. Das Gesamtvolumen der Baumaßnahme beläuft sich auf ca. 7,5 Mio. Euro. Rund 4,5 Mio. Euro Fördermittel konnten dafür eingeworben werden, betonte Bürgermeister Stephan Paule abschließend.

Das Bild zeigt die Magistratsmitglieder im Dachstuhl des Minnigerodehauses.